Berichte- Stefan Höhener startet in seine 5. Saison

Am vergangenen Wochenende startete in Lettland die Rodel-Saison 03/04. Der Obfelder Rodler Stefan Höhener nimmt dabei seine 5. Saison als Spitzensportler in Angriff. Nach dem Sommertraining auf dem Trockenen, stand im Oktober ein 1-monatiges Vorbereitungstraining auf dem Programm. Dieses fand auf drei verschiedenen Rodelbahnen Deutschlands statt.

Schwieriger Start in Oberhof
Der dicht gepackte Trainingsmonat startete in Oberhof in Deutschland. Das Gebiet zeigte sich schon sehr winterlich mit Schneeregen und feucht-kalter Luft. Stefan Höhener beurteilt die Bahn, als eine sehr schwer zu fahrende Anlage. Sie habe einen hohen fahrerischen Anspruch. Erschwerend kam hinzu, dass die Bahn frisch eingeeist war und dadurch noch ein wenig holprig. In der ersten Woche passte zudem die Abstimmung und das Gefühl zum Schlitten noch nicht. Es war kein allzu erfreulicher Auftakt und die Ergebnisse waren zu verbessern.

Verzögerungen in Königssee
Weitergehen sollte das Training danach in Königssee. Bei der dortigen Eisbahn lief allerdings Ammoniak aus, was zu einer Woche Pause führte. Die ganze Sportanlage musste abgetaut und anschliessend neu eingeeist werden. Stefan Höhener nutzte diese Zeit, um sein Sportgerät nochmals zu verbessern und die Abstimmung zu verfeinern.
Am 20. Oktober konnte endlich das Training auch in Königssee beginnen. Die Bahn ist die Streif unter den Rodelbahnen. Sie ist sehr schnell und hat viele Kurven mit hohen Fliehkräften. „Nach den Verbesserungen am Schlitten, fühlte ich mich viel wohler und es lief besser als beim ersten Training. Die Bahn stand sehr gut und es hat Spass gemacht darauf zu fahren“, sagt der 23-jährige Sportler, nachdem er die ganze Woche hindurch die Zeitrückstände auf die Spitze verkleinern konnte. Am Testrennen schnitt der Säuliämtler relativ gut ab, obwohl noch einige Unsicherheiten und Fehler ersichtlich waren. Dazu kam der Schneefall während des Rennens.

Abschluss in Altenberg
Vom 24. Oktober an wurden die Vorbereitungen in Altenberg weitergeführt. Die Bahn ist eine schnelle Gleiterpiste mit zwei schweren Stellen. Sie war in exzellentem Zustand und es hätten sogar Bahnrekorde gefahren werden können. Leider wurde die Bahn gegen Ende der Woche durch die steigenden Temperaturen langsamer.
Stefan Höhener führte sein Training konsequent weiter. Er merzte nochmals einige Fehler aus und verbesserte seine Fahrlinie. Dank eines Feiertages, waren zum Abschlusstraining zahlreiche Zuschauer erschienen. Stefan konnte sich erneut steigern, was ihm auch dank dem zustehenden Streichresultat gelang.

Der Saisonstart in Lettland
Die gesamte Saison-Vorbereitung ging sehr gut und effizient über die Bühne. Erstmals stand dem Schweizer Team ein Bahn- und Nationaltrainer zur Verfügung. Der ehemalige Schweizer Rodler Reto Gilly übernahm diese Position für das Team.
Stefan Höhener geht motiviert und zuversichtlich in die neue Saison. Sein erstes Weltcup-Rennen bestreitete er in Sigulda (Lettland) am 16. November. Nach einem nicht optimalen Start zeigte er zwei ausgeglichene Läufe ohne grobe Fehler. Er erreichte dabei den 18. Rang. Weiter geht es am 21. November in Altenberg.