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Der 23-jährige
Säuliämtler aus Obfelden steigt mit ehrgeizigen Zielen in die
neue Saison. Nach seinem bisher grössten Erfolg, dem 13. Rang an
den Olympischen Spielen in Salt Lake City, hat Stefan die Weichen klar
Richtung Olympiade in Turin gestellt.
Im Kontrast zum Spitzensport, steht seine Tätigkeit im Betrieb seines
Vaters. Dort sitzt er am Steuer eines Mähdreschers oder Baggers und
arbeitet an diversen Orten, vom Maisfeld bis zur Baugrube und dies nicht
nur Teilzeit sondern eher über 100%!! Das Sommertraining, betreut
durch seinen Trainer Rene Grab, hat gleich nach der letzten Saison begonnen.
Joggen und
Biken
„Mit einem speziellen Kraft- und Ausdauertraining habe ich bereits
im April und Mai begonnen“, erklärt Stefan Höhener, „da
dies das A und O für das Rodeln, bzw. für jeden athletischen
Sport ist.“ Dabei steht er nicht nur als Einzelkämpfer da,
sondern trainiert auch beim lokalen Turnverein eifrig mit. Beim Einzeltraining
geht es jeweils rennend durch den Wald und auch der nahgelegenen Reuss
entlang. Auch das Bike kommt beim Ausdauertraining zum Zug. In 2 ½
Stunden führt der Weg zum Beispiel aufs Albishorn, das 900 Meter
über Meer liegt. „Da kommen schnell mal 40 Kilometer zusammen“,
sagt der Athlet. Auch absolviert er ein abwechslungsreiches Koordinatives
Training zum Beispiel auf dem Einrad „Ich schaffe schon 50 Meter!“
oder auf dem Trampolin, Jonglieren usw.
Training in
fremden Lande
Ein professioneller Teil des Trainings findet in Deutschland statt. Schon
seit Jahren haben die Schweizer Rodler die Möglichkeit mit der Deutschen
Nationalmannschaft zu trainieren. Diese trainierte im Bundeswehr-Zentrum
in Oberhof. Zusammen mit zum Beispiel Silke Kraushaar und Sylke Otto wurde
vor allem die Starttechnik verfeinert. Diese 2 Wochen sind äusserst
wertvoll, bieten sie doch auch einen Einblick in die Rodelnation Deutschland
und deren Training.
Die Strassen
hinunter
Zurück in der Schweiz wurde im Juli mit dem Rolltraining begonnen.
Um das Fahrgefühl zu verbessern, kommt ein speziell konstruiertes
Gefährt zum Einsatz. Dieser strassenfähige Schlitten ist mit
Rollen versehen. Es wird auf einer geneigten Strasse eine Slalompiste
hinuntergefahren, wobei wie beim Rodeln auf dem Eis grösstenteils
mit dem Druck der Beine gesteuert wird. Dazu reiste Stefan Höhener
jedes Mal in die Nähe von Solothurn, wo er eine geeignete Strasse
in einer Kiesgrube nutzen konnte.
Besser als
im Vorjahr
Die Verfeinerung des Starttrainings ist im August in Angriff genommen
worden. Einerseits wurde der Start in der Eishalle in Küssnacht trainiert,
anderseits auch auf einer selbstgebauten Anlage ohne Eis zuhause. Diese
Anlage ist eine kleine Rampe auf deren man den Start üben kann. Während
der ganzen Vorbereitungszeit wird das Krafttraining natürlich fortgesetzt.
Die diesjährige Vorbereitungszeit hat sich für Stefan sehr bezahlt
gemacht. „Ich konnte mich in allen Bereichen verbessern oder das
Vorjahresniveau halten.“ Gute Aussichten also für die kommende
Saison.
Ehrgeizige
Ziele für 2003/2004
Auf die Ziele für die Saison 2003 und 2004 angesprochen, kommt Stefan
ins Grübeln. Das sei immer relativ schwierig. „Im Weltcup strebe
ich bei jedem Rennen eine Klassierung unter den ersten 15 an. Dabei sollte
schon mal ein Resultat in den Top Ten herausschauen.“ Für die
Europameisterschaften sieht er sein Ziel, hinter den deutschen und italienischen
Teilnehmern, um den 10. Rang herum. Bei einer Prognose für die Weltmeisterschaften
zögert der amtierende Schweizermeister, definiert dann aber sein
ehrgeiziges Ziel unter den 12 Besten landen zu wollen. Hoffen wir, dass
dies Stefan Höhener gelingen wird und wünschen ihm für
die definierten Ziele viel Erfolg!
Dominik
Stierli
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