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Den Blick auf Turin gerichtet
Rodler Stefan Höhener: Ein Diplom oder mehr an den olympischen
Winterspielen 2006?
Am 12. November 2004 steigt der Obfelder Rodler Stefan
Höhener in die neue Saison, aber sein Blick geht darüber hinaus
- bis nach Turin, wo 2006 die olympischen Winterspiele stattfinden.
Rund 300 Leute kamen am vergangenen Samstagabend zum «Höhni-Fäscht»
nach Obfelden: Sponsoren, Gönner, Freunde und Betreuer. Ihnen galt
in erster Linie der Dank für die wirksame Unterstützung, die
Stefan Höhener zuteil wird - und letztlich eine professionelle Vorbereitung
ermöglicht. Rodeln ist in der Schweiz eine Randsportart, Erfolge
der Schweizer in internationalen Gefilden eher die Ausnahme. Stefan Höhener
sorgt aber für diese Ausnahme: Er hat sich im Training den deutschen
Weltklasserodlern um Georges Hackl angeschlossen und verfügt seit
dem 1. Mai dieses Jahres in der Person von Reto Gilly nun auch über
einen vollamtlichen Schweizer Trainer, der zudem im deutschen Verband
Aufgaben wahrnimmt. Der grössere Trainingsaufwand und die professionellen
Strukturen haben bereits einen erfreulichen Effekt bewirkt. Stefan Höhener
hat die zeitlichen Abstände zur Weltspitze markant verkleinern können,
innerhalb von drei Jahren von 2,1 auf 0,7 Sekunden. Das weckt natürlich
Hoffnungen. «Jeder Sportler träumt von Olympia», sagte
Höhni am samstäglichen Fest im Interview mit «Anzeiger»-Chefredaktor
Werner Schneiter. Olympiaerfahrungen hat er 2002 in Salt Lake City bereits
sammeln können. Nun will er natürlich mehr, obschon er weiss,
wie hoch die Medaillen hängen. Reichts zu einem olympischen Diplom
(bis Rang 8) oder gar zu Metall? Bei der Frage nach Prognosen hält
sich Stefan Höhener vorsichtig. Aber er will - das ging im Interview
klar hervor - alles für den Erfolg tun, und er hat jetzt auch die
Möglichkeit, im Windkanal zu trainieren.
An Motivation und Einsatzwillen fehlt es nicht - und auch
nicht an materieller und finanzieller Unterstützung, für die
das so genannte «Höhni-Team» verantwortlich zeichnet.
Letztlich sorgen auch seine Eltern Hanni und Ernst Höhener für
optimale Bedingungen ihres 23-jährigen Sprösslings, der in dieser
Phase nicht sehr oft im elterlichen Geschäft anzutreffen ist.
Aber die Einstellhalle dieses Geschäfts war am Samstag Schauplatz
eines fröhlichen «Höhni-Fäschts» - eine Gelegenheit
für den Spitzensportler, seinen vielen Freunden Danke zu sagen. Dazu
gehörte nicht nur der (leider) letzte Auftritt der «Crazy Wind
Band», sondern auch ein Sackmesser-Wettbewerb, bei dem es viele
attraktive Preise zu gewinnen gab.
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